#39 Ende einer Ära in Neunkirchen: Es geht kein gewöhnlicher Geschäftsführer

Shownotes

44 Jahre in einer Branche. Sieben Jahre bei Auto Bäcker. Zwei Jahre als Teil der Jochem Gruppe. Und jetzt endet für Thomas Koch ein Lebensabschnitt.

Zum 30. Juni übergibt er die Verantwortung an seinen Nachfolger Daniel Jünger. Aber wer Thomas Koch kennt, weiß: Es geht nicht einfach nur ein Geschäftsführer. Es verabschiedet sich ein Mensch, der Spuren hinterlassen hat. Eine sehr persönliche Folge. Und eine Folge, die man gehört haben sollte.

Hören Sie jetzt die neue Episode von „Wir sind Jochem“.

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00:00:01: Herzlich willkommen

00:00:04: bei

00:00:12: Jochen.

00:00:32: Wir sind Jochen!

00:00:34: Wie ist bislang?

00:00:36: In seinem Leben so verlaufen es, lieber Thomas Koch.

00:00:38: Herzlich willkommen zu.

00:00:40: Wir sind Jochem und einer wie ich finde ganz besonderen Ausgabe.

00:00:46: Ja vielen Dank!

00:00:48: Und leg los, gern beantworte dich das was du wissen möchtest.

00:00:54: Dann los geht's.

00:00:55: also wir haben zum Monatswechsel von Juni auf Juli ein besonderes Datum.

00:01:03: Kennt Zeichner, wie soll man sagen?

00:01:07: Das Ende eines Lebensabschnitts oder den Anfang eines neuen Lebensabschnits.

00:01:12: Wie ist es lieber?

00:01:15: Also zunächst mal die Empfindung, dass ein Lebensabschritt zu Ende geht.

00:01:19: und ja das nötigt mir in der Tat einen gewissen Respekt ab.

00:01:25: Ja sozusagen nach vierzig Jahren, ich sage erfolgreichen Jahre in der Automobilbranche vielleicht da ganz kurz.

00:01:36: eingetreten.

00:01:37: Dort war ich fünfzehn Jahre, anschließend fünf Jahre bei VW Audi und der Rest der vierundvierzig Jahre in der Tat bei der Marke Ford mit allen Höhen- und Tiefen.

00:01:49: Und insofern endet für mich erst mal ein Lebensabschnitt, ja einen Lebensabschritt den ich wirklich mit Freude und Begeisterung in all den Jahren... versehen durfte.

00:02:05: Und insofern ist das ein weinendes Auge, auf der anderen Seite natürlich auch ein freudiges Auge.

00:02:14: was kommt und wie kann ich mich auch zukünftig einfach mal in die offen Gruppe weiter einbringen nachdem ich jetzt einmal kürzer trete?

00:02:28: Insofern freue ich mich auf die Dinge, die dann noch besprochen werden.

00:02:31: Und wie ist dann gegebenenfalls mit, ich sage mal sehr viel reduzierterer Arbeitszeit oder zu jetzigen Zeiten weitergehen kann?

00:02:40: Normalerweise sind wir in diesem Podcast ja per sie.

00:02:44: Thomas Koch für die, die es natürlich nicht wissen können hat mir im Vorgespräch das Du angeboten deswegen eben aus Erlegen mehr los.

00:02:55: Dann nehme ich dass du jetzt gerne auf und ich glaube zu einem solchen Zeitpunkt am Ende einer Lebens Phase, dann ist das auch legitim Thomas.

00:03:05: Gerne!

00:03:07: Thomas wie waren denn die vierundvierzig Jahre in dieser Branche?

00:03:15: Also wenn ich ganz kurz mal so eine kleine Parallele ziehen darf mein Papa war auch in der Branche zu Hause und hat Autos gebaut bei den Fortwerken in Salui und da weiß ich ja wie viel sich verändert hat.

00:03:28: jetzt bist du ja mitten reingeraten auch noch in die Elektromobilität, in Hybrid und alle Diskussionen.

00:03:37: In Probleme, die es bei Halbleitern gibt weil irgendwo ein Krieg wieder auf unserem Kontinent ausgebrochen ist.

00:03:45: was denn so das Spannendste oder was war das Überraschendste in diesen vierzig Jahren für dich?

00:03:56: In meiner Anfangszeit bei BMW gab es die Umstellung auf umweltfreundlichere Fahrzeuge, Katalysator-Technik.

00:04:04: Da bin ich ganz ehrlich, da dachten wir auch, die Welt geht irgendwann unter in der Automobilbranche.

00:04:09: Das ist sie bekanntlicher Maßen dann nicht gegangen.

00:04:12: Die Ölgräße seventy vier mit Fahrverbot das war noch vor meiner Zeit, das war vielleicht ein bisschen einschneidender.

00:04:18: Es hat immer Phasen gegeben wo die Automobil Branche gut gelaufen ist und es hat auch einfach immer wieder Phasen gegeben, die weniger erfreulich waren.

00:04:30: Das Thema Katalysator war ein weniger erfräuliches.

00:04:33: Und jetzt sind wir an der Phase der Automobilität, wo sich die Transformation ausgebreitet hat, wo keiner so richtig weiß in welche Richtung es geht.

00:04:46: Denk einfach zurück wie viel Wie viele Hersteller momentan zu kämpfen haben mit Gewinneinbrüchen, mit allem was dazugehört?

00:04:54: Da sind Milliarden Investitionen in E-Mobilität.

00:04:59: Die beim Kunden im Moment noch nicht ganz so angekommen ist wie wir uns das vielleicht alle wünschen.

00:05:04: da spielen.

00:05:05: Ich sage mal politische Gegebenheiten mit in die Prämie aus der Prämia.

00:05:10: Der Kunde wusste nicht mehr, was er macht.

00:05:11: jetzt sind wir wieder in der Prämie.

00:05:13: dass die immer E- Mobilität hat jetzt deutlich angezogen Das ist überhaupt keine Frage.

00:05:18: Aber es ist eben auch ein Einschnitt in alle Bereichen, ob das Leasingfinanzierung ist, wo der Kunde sich wirklich an eine neue Art der Automobilität gewöhnen muss.

00:05:33: Und es wird auch in naher Zukunft einfach Auswirkungen auf das Werkschaftgeschäft haben.

00:05:38: Ein E-Fahrzeug braucht weniger Service und weniger Technik Ja, und die Fahrzeuge laufen hervorragend und relativ ohne Probleme.

00:05:50: Also das wird uns noch nicht heute und morgen behehren dieses Thema in zehn Jahren wenn der Verbrenner Bestand abnimmt ja wird es auch gewisse Auswirkungen haben auf den normalen Werkstattbetrieb.

00:06:07: Jetzt reden wir immer wieder von Change Management, von Veränderungsprozessen.

00:06:13: Wenn man das Ganze jetzt mal über vier Vierundhalb Jahrzehnte Revue passieren lässt.

00:06:19: Wie muss man denn im Kopf drauf sein, damit man gut durch eine solche Zeit durchkommt?

00:06:26: Wie hast du das denn gemacht?

00:06:30: Also zunächst mal war ich bei Firmen die sich diversifiziert haben und das hatte in meinen elf Jahren eine Geschäftsleitung bei der Heißner Gruppe.

00:06:42: Das haben wir bei der Jochengruppe so dass wir uns nicht nur abhängig gemacht haben von einem Fabrikat.

00:06:50: Ein Fabrikad kann immer mal schwächeln, das hatten wir jetzt in der Phase auch mit der Marke fort und mit Einschränkungen des Produktportfolios.

00:06:59: aber da sage ich, da haben wir in der Holding Geschäftsführer die über diesen Tellerrand weiter hinausgeguckt haben sich mit chinesischen Marken beschäftigt haben Und ein neues Beispiel zeigt die Investition in Omada und Geku, ja.

00:07:16: In Frankfurt oder auch am Standort in St.

00:07:19: Ingbert.

00:07:21: also visionär zu sein über den Tellerrand rauszuschauen welche Chancen gibt es am Markt?

00:07:27: Ja und es gibt immer mehr Chancens als Risiken.

00:07:30: das war immer so.

00:07:31: die Devise Tu was ja und Es wird.

00:07:36: wenn du fleißig bist und Die Dinge sich entsprechend mit all den Aspekten hinterlegt sind, wird sich das positiv auswirken.

00:07:46: Und ohne jetzt genau die Ergebnisse von OMADA und GQ schon zu kennen, glaube ich sagen zu können, was ich bis dato weiß, dass es positiv und erfolgreich nebenall den anderen chinesischen Marken oder auch KIA positiv angelaufen

00:08:03: ist.".

00:08:04: Gampus in deiner Karriere mal den Zeitpunkt, da du für dich gedacht hattest jetzt kommt eine neue Technologie oder jetzt passiert gerade nochmal das und dass.

00:08:16: Ich will das alles nicht.

00:08:18: ich will, dass es so bleibt wie es jetzt ist.

00:08:23: Das hat es in der Tat nicht weil ich einfach sagen muss in den vierzig Jahren die ich das mache hat mich die Automobilbranche mit der Technologie die ich begleiten durfte Gut ernährt.

00:08:36: Natürlich gab es Sorgen im Laufe der Zeit, wenn ich jetzt die letzten sieben Jahre Revue passieren lasse das waren vielleicht die erfolgreichsten meiner beruflichen Laufbahn und dass Jahr zwei, sechsundzwanzig sage auch ist vielleicht eines der schwierigste.

00:08:53: Die automobile Transformation hält wirklich Einzug Und viele Dinge, die wir aus der Vergangenheit gut empfunden haben sind es heute nicht immer.

00:09:05: Aber wie gesagt, es wird in der Automobilbranche mit der neuen Technologie weitergehen.

00:09:11: Ob wir das alle mögen oder nicht?

00:09:14: Ob die alten fossilen Menschen auf die fossile Technik standen und so wollte ich es ausdrücken müssen den Schalter im Kopf umlegen.

00:09:29: Technologie, also Elektromobilität ist nur noch der Schalter im Kopf weil die Technik funktioniert hervorragend.

00:09:36: Ob das letztendlich der Entstand sein wird in dieser Technologie war ich zu bezweifeln ja?

00:09:41: Ich bin der Meinung dass Wasserstoff die finale Lösung sein könnte, die nun zum jetzigen Zeiten eben nichts zu finanzieren ist.

00:09:49: Also insofern nein wir sind immer mit der Technik gegangen und wenn du die Dinge annimmst, die dir den Markt gibt dann glaube ich, würde es grundsätzlich erfolgreich sein.

00:10:01: Geopolitische Gegebenheiten ob das Ukraine, Russland, ob das jetzt Iran-USA ist... Das hat natürlich immer Auswirkungen und das haben wir einfach in den letzten Monaten gesehen.

00:10:12: Iran USA hat wirklich Auswirkung gehabt auf Kauffreude wie Menschen die Zukunft sehen.

00:10:23: Und das Kaufverhalten in den letzten Wochen, Monaten muss man einfach sagen war durch auch diese geopolitische Verwerfung einfach geprägt.

00:10:33: Stichwort geprägt?

00:10:35: Bist du von Hause aus jemand der lebenslang lernen kann und immer auf dem aktuellen Stand bleiben wollte oder hast du das im Laufe der Zeit dir angeeignet?

00:10:51: Also im Laufer derzeit angeeignet ist glaube ich das richtige Wort.

00:10:58: Aber man stellt eben auch fest in meinem Lebensalter jetzt mit fünfundsechzig, dass diese Lernbereitschaftskurve nicht unendlich mehr nach oben ausschlägt.

00:11:10: Und insofern ist es dann auch der richtige Zeitpunkt zu sagen ich übergebe an einen Jüngeren, der jetzt zufälligerweise auch Daniel Jünger heißt, der diese Dinge entsprechend weiter begleitet.

00:11:28: Manche Politiker würde auch wünschen, dass er weiß man die Ressource aufgebraucht ist und dass man nicht mit Achtzig noch irgendwo einen Käfischkampf in Amerika veranstalten muss für den Weißen Haus.

00:11:41: Einverstanden.

00:11:43: Unterschreibe ich jetzt noch ein Ausrufezeichen dahinter?

00:11:51: Wie antwortest du da?

00:11:52: Wie reagierst Du denn auf junge Menschen, die sagen ah ich kann diese ganze Veränderung so ein Change Management Sprüche nicht mehr hören.

00:12:02: Also das muss ich dazu sagen, die habe ich Gott sei Dank hier in unserem Unternehmen nicht.

00:12:06: ja also junge Leute und wir haben wirklich gute junge Leute dabei wo ich sehr hoffnungsvoll bin dass sie eine gute Zukunft auch in der Automobilbranche haben.

00:12:17: Deshalb, junge Leute müssen sich an Veränderungen anpassen.

00:12:21: Wenn du dich diesbezüglich verweigerst im Laufe der Jahre dann wirst du am Markt nicht mehr mitspielen können ob das die Lernbereitschaft ist der jungen leute jetzt in die Hochwolltechnik in die Schulungen und und und weil.

00:12:33: irgendwann werden die junge Leute wenn ich jetzt an das Werkstatt-Team denke ja irgendwann werden den jungen Leute eben nicht mehr am Verbrennermotor arbeiten.

00:12:41: Und wer dann die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat in E-Mobilität oder später auch vielleicht im Wasserstoff, den wird keinen Arbeitsplatz in der Automobilbranche mehr finden.

00:12:52: Ja und das ist aber jetzt wie gesagt nicht nur geprägt glaube ich auf die Automobil Branche, dass es auf alle Branchen gepräght ja du musst heute mit der Zeit gehen.

00:13:00: ob das jetzt die KI Dinge sind die uns in jetzt schon beähren oder in Zukunft noch viel stärker Das wird letztendlich die Zukunft sein.

00:13:10: Es gibt ja diesen netten Spruch Gehe mit der Zeit, sonst gehst du mit derzeit.

00:13:15: Der ist nicht verkehrt, das bestätige ich auch mit Ausrufezeichen.

00:13:18: Ja.

00:13:21: Jetzt hat ja der Standort Otto Becker vor zwei Jahren auch eine Grundsatzentscheidung getroffen im Sinne der Weiterentwicklung und hat sich der Jochumgruppe angeschlossen?

00:13:40: Siehst du denn mit all deiner Erfahrung die Entwicklung in der Branche hin zu Gruppen versus kleinere Standorte?

00:13:53: Nächstes Mal haben wir im Saarland die Situation gehabt, dass das Fortberg vom Markt geht.

00:13:59: Das bringt natürlich in einem Land mit einer Million Einwohner, wo es ursprünglich mal sechstausend Bergsmitarbeiter gegeben hat bringt es natürlich geschäftlich große Verwerfungen mit sich.

00:14:12: Und früher hat man gesagt, wer im Warnand lebt, der kauft auch einen Ford.

00:14:17: ja das ist heute jetzt nicht unbedingt mehr so weil man diese Verbundenheit zum Werk eben heute nur noch mit siebenhundert Leuten sieht gegenüber früher mal ne sechstausend aber grundsätzlich... Jetzt muss ich nochmal fragen wie war die Frage?

00:14:35: Ja also inwiefern Macht es denn Sinn, sich vor dieser Entwicklung eine Gruppe anzuschließen oder doch vielleicht der kleinere Standort und damit das gallische Dorf zu bleiben?

00:14:52: Das Gallische Dorff hätte keine Chance.

00:14:55: Und letztendlich so wie der Hersteller entschieden hat mit einem gesamten Berg vom Markt zu gehen Da gab es im Saarland einfach die Situation, dass wir zu viele Händler für den übrig gebliebenen Markt sind und insofern auch das war dann letztendlich eine Entscheidung.

00:15:13: Dass wir da proaktiv auf die Familie Jochen zugegangen sind um im Rahmen der Verantwortung, die wir auch für Mitarbeiter haben.

00:15:23: Hier arbeiten fünfzig Mitarbeiter um denen eine gute Zukunft zu geben.

00:15:28: und als gallisches Dorf Standalone-Lösung hier in neuen Kirchen hätten wir keinerlei Chance gehabt.

00:15:35: und insofern es zentriert sich heute alles auf große Gruppen.

00:15:39: ja das ist einfach im Automobilbranche so.

00:15:43: da gibt's Automobilgruppen die mehr als zweihunderttausend Fahrzeuge im Jahr verkaufen Und wenn wir dann mit unserem Bestand oder mit unseren Verkäufen dagegenhalten wollen, dann sind wir einfach franzlos.

00:15:56: Insofern war das die richtige Entscheidung auch heute nach gut zwei Jahren unter den Mantel der Jochengruppe zu schlüpfen damit es an dem Standort hier weitergeht wobei wir immer Wertraub gelegt haben Wir sind in die Autobäcker gehen wie hart das wollen wir auch bleiben aber wir sind ein Unternehmen der Jochengruppe.

00:16:18: Jetzt gibt es ja eine Runde der Standortleiter, der Betriebsleiter der Geschäftsführer in der Jochem-Gruppe.

00:16:26: Das heißt dort kommen regelmäßig alle die zusammen, die die gleiche Funktion haben wie du auch ob am Standort Birkenfeld, am Standord Pirmasens und so weiter.

00:16:39: wenn man sich dort umhört und die Kolleginnen und Kollegen dort nach Thomas Koch fragt, dann kommt von dort eine sehr einheitliche Meinung zurück.

00:16:52: Nämlich sehr angenehmer Zeitgenosse, sehr sympathisch zielorientiert und schade dass er geht.

00:17:01: wie groß ist denn dein wehmut zum tresigsten sechsten in die nächste phase deines lebens einzudrehten?

00:17:10: gut zunächst mal schön zu hören ja das dass man auch bei den Kollegen, diesbezüglich aus der Historie ein positives Standing hat.

00:17:21: Das ist besser als ein negatives Standing.

00:17:23: also insofern freut es mich ja das ich auch mit den jungen Kollegen mich dort alle vierzehn Tage oder vier Wochen persönlich vor Ort oder per Zoom treffen kann.

00:17:35: wir tauschen uns zielorientiert aus und es ist schön zu sehen Auch die Entwicklungskurve, die der ein oder andere eben dort nimmt, die ich auch nehmen durfte.

00:17:46: Ich war ja auch nicht immer nur in verantwortlicher Position – das ist jetzt die letzten zwanzig Jahre der Fall gewesen – und auch ich bin mal in die Rolle des Verkaufsleiter, des Geschäftsleiters geschlüpft und es ist schön zu sehen dass die jungen Kollegen das jetzt auch tun mit logischer Weise der Geschäftsführung und Erholing, entsprechend volksorientiert am Markt zu positionieren.

00:18:17: Also insofern es ist schon mit Wehmut versehen keine Frage der dreißigste sechste aber das Leben geht auch am ersten siebten

00:18:27: weiter

00:18:28: wenn auch anders dann ja.

00:18:30: und ich freue mich einfach auch drauf meinem Nachfolger den ich mit viel Akribi und wirklich als kompatiblen Menschen für dieses Team ausgesucht habe, den zu begleiten.

00:18:45: Der nicht aus der Fortorganisation kommt.

00:18:47: Da gibt es viele Dinge die wir zusammen noch im Hintergrund zusammenfügen müssen damit das alles entsprechend so weiter läuft wie es in den letzten jetzt knapp sieben Jahren unter meiner Führung gelaufen ist.

00:19:01: und da hab ich einfach ein gutes Gefühl.

00:19:04: Daniel Lünger wird die Geschäfte von Otto Becker führen ab dem ersten Juli.

00:19:10: Welch eine Mannschaft, welche Truppe hinterlässt du ihm denn?

00:19:15: Eine gute, wirklich gute Truppe mit mir über die sieben Jahre.

00:19:22: ich habe mich gerade zurück erinnert Im Jahr ist es im Jahr, ich bin dazu gekommen.

00:19:27: Im Februar im Rahmen der Corona-Krise.

00:19:30: Damals gab's ein ähnliches Meeting am dreißigsten Sechsten, wo ich übergebe.

00:19:35: Das war in Kirkel bei Rössmann.

00:19:37: Da war die Führungscrew zusammengekommen und da bin ich vorgestellt worden.

00:19:40: Jetzt ist es sieben Jahre später umgekehrt.

00:19:44: Jetzt bin ich derjenige, der entsprechend übergibt.

00:19:48: Insofern kann ich mit Fuß und Recht behaupten, er bekommt eine superwillige Mannschaft Und da freue ich mich auch, die ihm so übergeben zu können.

00:20:01: Also ein funktionsfähiges Team ist auch mal ohne Pflegefälle, ohne große Probleme gibt es immer noch keine Frage.

00:20:08: aber wie gesagt grundsätzlich ist das ein Team was ich mir gewünscht habe vor sieben Jahren.

00:20:14: Das hab' ich bekommen und das haben wir erweitert.

00:20:17: Es hat ein paar personelle Verwerfen logischerweise auch im Laufe der sieben Jahre gegeben.

00:20:21: Das lässt sich nicht immer ganz verhindern Aber wir haben heute ein Team zusammengestellt, wo ich sagen muss.

00:20:26: Das funktioniert in allen Abteilungen und somit werden die Probleme oder Herr Jünger die Probleme, die in der nahen Zukunft auf ihn zukommen wird er mit diesem Team positiv bewältigen können.

00:20:41: Inwiefern wirst du denn noch nach dem dreißigsten Sechsten im Dunstkreis von Auto Bäcker sein?

00:20:48: Es gibt ja so zwei drei Möglichkeiten Der harte Cut also Ab jetzt bin ich nicht mehr da und danke und tschüss, das war's.

00:20:56: Oder ich komme mal regelmäßig noch rein wenigstens zum Kaffee trinken oder wenn mein Nachfolger das will kann er sich jederzeit bei mir melden und ich helfe ihm dann auch gerne?

00:21:08: Also wir haben eine klare Absprache Daniel Jünger und ich ja oder mit den Geschäftsführern der Holding wie dieses Begleiten aussehen soll.

00:21:18: also vom harten Cut ist das weit entfernt Und das sollte es letztendlich auch sein, nicht nur für die Jochen Gruppe oder für Autobäcker.

00:21:28: Auch für mich wollte ich diesen Haken-Cut nicht und insofern werde ich ihn – klar wir werden noch mal Tassecafi zusammen trinken – aber ich werde ihm, ob per Zoom, ob persönlichen Besuch wenn er Fragen hat, werde ich für ihn da sein.

00:21:47: Und wir haben dann eine Besuchsroutine festgelegt wie wir das machen wollen und insofern wird es eine sehr intensive Einarbeitung oder Übergabe geben.

00:21:59: ja und ich sage jetzt mal die wird mir Sicherheit ein Jahr in diesem Begleitungsprozess stattfinden Und was dann nach dem Jahr ist, in welcher Form die Jochengruppe mich noch als Alpenfahrungsmann irgendwo einbinden möchte.

00:22:17: Das werden wir zu gegebener Zeit besprechen.

00:22:20: wenn der Wunsch da ist werde ich diesen Wunsch mit Sicherheit nicht verwehren.

00:22:28: aber wie gesagt es wird anders sein als bisher.

00:22:33: Es gibt ja in der Tat viele Unternehmen die verschenken ja Goldschätze indem sie Mitarbeiter in den Ruhestand entlassen und von den Erfahrungen, insbesondere vom Erfahrungsschatz dann nicht mehr profitieren und ihnen auch nicht mehr abgreifen weil sie nach dem Motto handeln weg ist weg.

00:22:53: In Kombination mit der Mensch braucht ja eine Aufgabe.

00:22:57: Der Mensch braucht einen Sinn im Leben und er besteht nicht nur aus Enkelsitting und Urlaub und vielleicht noch einen Ehrenamt in einem Verein.

00:23:11: Insofern wäre es ja eine Win-Win-Winn-Situation, sollte es danach weitergehen.

00:23:19: Was erwartet denn die Belegschaft?

00:23:22: Also wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am ersten Juli auf den neuen Geschäftsführertreffen welchen Typen Mensch bekommen sie denn also?

00:23:33: wie ist denn Daniel Lünger aus deiner Sicht

00:23:36: Also das nächste Mal, ich hatte eben schon gesagt, dass ich mir sehr viel Mühe gegeben habe mit der Wahl meines Nachfolgers und so wie ich die Geschicke in den letzten sieben Jahren hier gelebt habe, die ich mit Mitarbeitern umgegangen bin.

00:23:51: Genau diesen Menschen habe ich gesucht, ja?

00:23:54: Der das in dieser Art und Weise als Nachfolger erlebt.

00:23:59: Und da sah ich auch ganz offen und ehrlich – das haben auch die Mitarbeiter verdient -, Menschen vorfinden werden, der die Dinge mit Sicherheit genauso gut macht wie ich sie gemacht habe.

00:24:13: Er steht jetzt in der Verantwortung.

00:24:15: er kann mich jederzeit anrufen oder bitten mal vorbei zu kommen.

00:24:21: das werde ich tun.

00:24:23: und du hast eben gesagt ja Enkelsitten Leben zweieinfünfzig Kilometer weg ist jetzt nicht ganz so einfach.

00:24:30: oder nur Motorrad unterwegs sein.

00:24:33: Ist in dem Alter auch nicht immer so ganz einfach mehr, aber wenn die Jochengruppe möchte dass ich in irgendeiner Form der Jochen Gruppe erhalten bleibe und dann werden wir das Gespräch suchen ja?

00:24:47: Und wenn es eine reizvolle Aufgabe gibt, die auch meinen Bedürfnissen zu meinen Bedürfnissen passt.

00:24:55: Und dann werden wir dort mit Dominic und Franco oder Christoph Massar eine Lösung finden, weil wie gesagt nur zu Hause, nur die Rasenkanten, nur den Enkel ist mir in der Tat auch zu

00:25:09: wenig.".

00:25:12: Die Frage muss ja trotzdem erlaubt sein.

00:25:15: was kommt denn nach dem ersten Juli?

00:25:17: Also wie stellst du dir diesen neuen Lebensabschnitt so vor dass er für dich gut ist?

00:25:25: Zunächst mal bin ich natürlich ein bisschen unvorbereitet in diese Situation gekommen, ohne da jetzt näher drauf eingehen zu wollen.

00:25:33: Das liegt im gesundheitlichen Bereich.

00:25:35: ja das war alles so nicht geplant.

00:25:37: Insofern habe ich diesen Plan zwar eine Zeit lang verfolgen können aber dieser Plan ist in der Tat noch nicht vollständig und insofern weiß ich dass es mir gut tut in einer ruhiger Phase zukommen.

00:25:54: Und wie der Plan dann letztendlich aussieht, das wird man dann zu gegebener Zeit besprechen.

00:26:02: Ich brauche eine Aufgabe.

00:26:03: ich kann jetzt nicht von hundert auf null und es wird auch nicht der Fall sein.

00:26:09: also wenn man mich braucht ja dann werde ich meinen Input beraten oder wie auch immer entsprechend in der Jochengruppe gerne einbringen.

00:26:20: Also an Angeboten mangelt es jetzt schon nicht.

00:26:23: Der eine oder andere, der jetzt schon weiß, dass sich Aufführer hat gesagt, beruf mich an das Erdeinen auch logischerweise.

00:26:31: aber mein erster Ansprechpartner wird natürlich logischer Weise die Jochen-Probe sein und in dem Zusammenhang werden wir auch ne Aufgabe finden.

00:26:42: möchte eigentlich nicht für ein neues Unternehmen in irgendeiner Form noch mal beratend oder wie auch immer tätig werden.

00:26:47: Das ist nicht mein Anliegen, sondern wir haben eine tolle Zusammenarbeit mit Jochengruppe Dominic Frank Christoph Masar und das würde ich gerne mit dem Team oder ich alleine, wie auch ever, gerne

00:27:00: weiterfühlen.".

00:27:03: Wenn wir für die forty-viertig Berufsjahre jetzt einer Überschrift finden müssten... Wie könnte denn eine solche Überschrift lauten?

00:27:15: Thomas Koch Doppelpunkt.

00:27:21: Die Karriere hört sich immer so toll an, wenn man bei der Weltmeisterschaft spielt.

00:27:29: Ich sage ich habe in der Automobilbranche in diesen vierzig Jahren alles positive auch einiges negative erlebt und ich blicke wirklich zufrieden zurück auf mein Lebenswerk Und habe in den vierzig Jahren wirklich nicht einen einzigen Monat, Jahr nach Arbeit suchen müssen.

00:27:55: Das ist auch nicht so ganz sehr verständlich heute mehr sondern die Wechsel, die ich vollzogen hab, habe ich immer aktiv von mir aus den nächsten Step gesucht.

00:28:04: also ich blicke zufrieden zurück das muss ich einfach sagen.

00:28:09: So und dann eine letzte Frage, die geht in ähnliche Richtung nämlich Jetzt versetzen wir uns in die Lage, es ist schon Juli und die Mitarbeiter von Autobäcker reden über Thomas Groch.

00:28:22: Was sollen Sie sagen?

00:28:23: Über Ihren dann ehemaligen Geschäftsführer?

00:28:28: Ich drück's jetzt mal ganz drastisch aus.

00:28:30: Es gab einmal ein Interview mit Mercedes-Chef Herrn Zetsche und er wurde damals zum Manager des Jahres gekürt.

00:28:41: Dann hat er bei Porter hingefragt, was denn ich sage mal warum?

00:28:45: Er glaubt dass er als Manager des Jahres gewählt worden ist und ich zitiere ihn.

00:28:51: Dass sich jetzt kein... Ich zitire ihn also.

00:28:54: er gesagt hat, ich glaube das ich nicht jeden Tag das Arschloch ausgekehrt habe Und der Spruch ist mir sehr in Erinnerung geblieben.

00:29:04: und wenn meine Mitarbeiter dann am ersten siebten sagen mit dem Koch das war nicht so schlecht dann ist das für mich Bestätigung der Arbeit, die ich gemacht habe und von der ich überzeugt war, dass sie auch gut war.

00:29:20: Und wenn meine Mitarbeiter zurücklegend so sehen – und diesen Input hab' ich auch muss ich ganz ehrlich sagen – also es ist jetzt glaube ich niemand da, der da am Türrahmen lehnt und die Hände klatscht, dass der Herr Koch dann nicht mehr da ist.

00:29:35: Also ich glaube, Ja, ich bin jetzt an Wehmut hatte.

00:29:41: Aber dass der eine oder andere sagt Schade, schadet das diese Vier und vierte Jahre vielleicht zu Ende gehen?

00:29:47: Oder nicht vielleicht zu ende gehen?

00:29:50: Dann darf ich das aus persönlicher Note hinzufügen.

00:29:54: Normalerweise ist der Moderator ja frei von Meinung und moderiert nur aber zum Abschluss einer solchen Episode sei es erlaubt.

00:30:04: Ich kann nur bestätigen dass das Zitat von Setsche zutrifft.

00:30:09: Ich kann auch nur bestätigen, dass bei allem was ich hören darf in verschiedenen Podcast-Episoden vor den Gesprächen und nach dem Gespräch immer nur positive Rückmeldungen zu Diagab gibt.

00:30:26: Deswegen bin ich überzeugt davon, der Kompass den du dir irgendwann einmal zugelegt hattest, der Richtige ist und darf am Ende dieser Episode sehr herzlich danken.

00:30:40: Ich mache das jetzt einfach mal so stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die mit ihr zusammen sein durften.

00:30:46: Stellvertretende auch für die Jochim Gruppe Und vielen lieben Dank für das Engagement.

00:30:52: viel lieben dank auch Für die offenen Worte lieber Thomas Koch und toll alles Gute für die Zukunft.

00:31:00: ich bedanke den.

00:31:01: Danke mich.

00:31:04: Wir bleiben in Kontakt und wir werden uns sehen.

00:31:09: Abgemacht!

00:31:11: Dankeschön.

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